Steckbrief

Dringend tatverdächtig

Mein Name ist Jens Mayer, seit 2012 lebe und arbeite ich in Hamburg. Dort verdinge ich mich irgendwo zwischen DevOps-Paradigmen und agilem Kung Fu bei einer der außergewöhnlicheren Firmen von Welt: bei Jimdo. In meiner Freizeit lese ich viel und fotografiere zu wenig, bin durchdrungen von Musik und investiere ganze Königreiche in das flüssige Gold Schottlands. Ziemlich verknallt in meine nun nicht mehr ganz so neue Wahlheimat findet man mich an Hafen und Elbstrand oder in den Kneipen und Kulturstätten der Hansestadt. Mit dem Halloweenfest 2014 wurde ich glücklicher Vater einer wundervollen Tochter, inklusive aller Seiteneffekte, die ein solches Ereignis auf Prioritäten, Planbarkeiten und die immer monothematischere Bebilderung meiner Social-Media-Streams hat.

„A music lover, vinyl enthusiast, guitar player, wannabe photographer,whisky maniac, caffeine junkie and seasonal non smoker.“

Profilneurosen

Das Leben in den Zeiten der Post-Privacy

Auf eigene Gefahr kann der digitale Exhibitionismus des Autoren in Zeiten der Post-Privacy weitergehend entschlüsselt werden. Ambitionierte Hobbypsychologen werfen dazu einen Blick auf die neuen Laufstege der Eitelkeit, mithin also auf Netzbiotope wie Facebook, Ello oder Google+. Eine erste Ferndiagnose akuter Indikationen mag mit Unterstützung des Kurznachrichtendienstes Twitter durchaus auch kurzfristiger gelingen.

 

Visuelle Versuche eigenen Ausdrucks lassen sich auf FlickrEyeEm oder Instagram bewundern. Je nach Plattform besitzt die Gesamtheit der dort dargestellten Studien den Charakter eines bebilderten Portfolios oder gemahnt an illustrierte Tagebücher. Der Konsum digitaler Klangkonserven wird zudem akribisch auf den Serverfarmen von Last.fm festgehalten und unter Zuhilfenahme statistischer Methoden schonungslos durchleuchtet, die analoge Sammlung tönenden Vinyls ist darüber hinaus per Discogs erfasst.

 

Moderne Kopfgeldjäger dürfen sich auf den unverschämt veralteten Profilen bei XING oder Linkedin vermutlich erfolglos mit obszön überbezahlten Angeboten messen. Wer abseits dessen in maßloser Güte wirken will, der werfe einen Blick und reichlich Devisen auf den Wunschzettel frei verkäuflicher Konsumgüter.